GranCanaria-SocialClubs.com
National Police evidence display from Operation Tijuana beside a rented van in Gran Canaria

Kultur

11 Min. Lesezeit

Spanien nimmt sieben Personen in Drogenhandelsfall auf Gran Canaria fest – darunter örtlichen Polizeibeamten

Die Nationale Polizei Spaniens hat am 15. Juli 2026 auf Gran Canaria sieben Personen festgenommen, darunter einen Beamten der örtlichen Polizei von Las Palmas de Gran Canaria, und bei Ermittlungen gegen den Drogenhandel, die ein Jahr dauerten, mehr als 300 Kilogramm Haschisch beschlagnahmt, wie aus dem Bericht von Europa Press zur Operation Tijuana hervorgeht. Bei Durchsuchungen in drei Gemeinden wurden außerdem Kokain, Schusswaffen, Bargeld, Fahrzeuge, ein Boot und Mobilgeräte entdeckt.

Sieben Festnahmen nach einjährigen Ermittlungen auf Gran Canaria

Die Operation mit dem Namen Operation Tijuana wurde von den Einheiten UDYCO Central und UDYCO Las Palmas der Nationalen Polizei durchgeführt. Die Polizei erklärte, die Ermittlungen hätten ein Jahr gedauert und sollten eine mutmaßliche kriminelle Organisation mit einem strukturierten System zur Verbringung und Verteilung von Drogen auf den Kanarischen Inseln dokumentieren.

Unter den sieben Festgenommenen befindet sich ein Beamter der örtlichen Polizei von Las Palmas de Gran Canaria. Die Darstellung der Polizei nennt den Beamten nicht, gibt seine mutmaßliche Funktion innerhalb des Netzwerks nicht an und beschreibt kein konkretes Verhalten, das dieser Person zugeschrieben wird. Diese Details sind getrennt von den umfassenderen Vorwürfen gegen die Gruppe zu betrachten.

Der berichtete Umfang der Operation lässt sich in vier Zahlen zusammenfassen:

Der konkrete Schwerpunkt der Operation umfasste ein gemietetes Fahrzeug, das bei der mutmaßlichen Verteilung eingesetzt wurde, sowie mehrere Immobilien und Gewerberäume, die von den Ermittlern durchsucht wurden:

Darstellung von Beweismitteln der Nationalen Polizei neben einem mit Operation Tijuana verbundenen gemieteten Transporter
Von der Nationalen Polizei mit Operation Tijuana auf Gran Canaria in Verbindung gebrachte Beweismittel.

Operation Tijuana zeichnete ein mutmaßliches inselweites Drogenverteilungsnetz nach

Laut der Nationalen Polizei konzentrierten sich die Ermittlungen auf eine Person namens Juke, gegen die Beamte seit Jahren ermittelt hatten, weil sie mutmaßlich in der Lage gewesen sei, erhebliche Mengen Haschisch und Kokain auf die Kanarischen Inseln zu bringen und dort zu verteilen. Die Polizei erklärte, die Ermittlungen hätten die Logistik der Gruppe für den Transport und die Verteilung von Drogen zwischen verschiedenen Inseln dokumentiert.

Die Polizei berichtete außerdem von mutmaßlichen Verbindungen zwischen Juke und El Buque, den die Behörden als einen der bedeutenden Drogenhändler auf den Kanarischen Inseln bezeichneten und der derzeit im Zusammenhang mit der Operation Lazos de Sangre in Haft sitzt. Ermittler berichteten darüber hinaus von Verbindungen zu Personen, die dem Balkan-Kartell angehören. Diese Angaben werden von der Polizei als Teil der Ermittlungen vorgelegt und bleiben einer gerichtlichen Prüfung vorbehalten.

Die Ermittlungen dokumentierten die mutmaßliche Logistik für den Transport und die Verteilung zwischen verschiedenen Inseln des Archipels.

Darstellung der Nationalen Polizei, von Europa Press berichtet

Die von den Ermittlern vorgelegte Darstellung beschreibt vier wesentliche Elemente des mutmaßlichen Netzwerks:

  • Eine von der Polizei der als Juke bekannten Person zugeschriebene mutmaßliche Führungsrolle.
  • Eine seit Längerem bestehende Aufmerksamkeit der Polizei für Jukes mutmaßliche Fähigkeit, Haschisch und Kokain auf die Kanarischen Inseln und innerhalb des Archipels zu bringen.
  • Berichtete Verbindungen zu El Buque sowie zu Personen, die nach Angaben der Polizei mit dem Balkan-Kartell verbunden sind.
  • Ein logistisches System für den Transport und die Verteilung von Drogen zwischen den Inseln, einschließlich des Einsatzes eines gemieteten Transporters, der die Entdeckung erschweren sollte.

Die Beschreibung eines organisierten Netzwerks begründet für sich genommen keine strafrechtliche Verantwortung jedes Festgenommenen. Die Ermittlungen der Nationalen Polizei und das anschließende Gerichtsverfahren müssen feststellen, welche Beweise jede Person mit der mutmaßlichen Tätigkeit verbinden.

Sechs Durchsuchungen brachten umfangreiche Beweismittel zutage

Die operative Phase begann, nachdem die Polizei nach eigener Darstellung einen der Verteilungsvorgänge der Organisation entdeckt hatte. Ermittler erklärten, die Beteiligten hätten mehr als 300 Kilogramm Haschisch in einem gemieteten Transporter befördert. An diesen Zugriff schlossen sich sechs gerichtlich genehmigte Durchsuchungen in Las Palmas de Gran Canaria, Ingenio und San Bartolomé de Tirajana an.

Die Polizei erklärte, die Durchsuchungen hätten die Infrastruktur zerschlagen, die mutmaßlich zur Lagerung und Verteilung kontrollierter Substanzen genutzt wurde. Beschlagnahmt wurden nach den Angaben:

In der Ermittlung zu Operation Tijuana gemeldete Gegenstände und Orte
KategorieGemeldetes DetailQuelle
DurchsuchungenSechs Einsätze und Durchsuchungen in Las Palmas de Gran Canaria, Ingenio und San Bartolomé de TirajanaBericht von Europa Press zur Operation Tijuana
Kontrollierte SubstanzenMehr als 300 Kilogramm Haschisch und zwei Kilogramm KokainBericht von Europa Press zur Operation Tijuana
Weitere BeweismittelZwei Kurzwaffen, 55,000 Euro Bargeld, acht Fahrzeuge, ein halbstarres Boot, zwölf Mobilgeräte und zugehörige DokumenteBericht von Europa Press zur Operation Tijuana

Die Beweismittelliste geht über die mutmaßlichen Drogen selbst hinaus. Die Schusswaffen, das Bargeld, die Transportmittel, die Kommunikationsgeräte und die Dokumentation werden Teil des Materials sein, das im weiteren Verlauf der Ermittlungen geprüft wird. Der Polizeibericht gibt nicht an, welche konkrete Beweisbedeutung den einzelnen Gegenständen zugeschrieben wird.

Die geografische Verteilung der Durchsuchungen zeigt die Reichweite der Operation über die Insel hinweg:

Karte von Gran Canaria mit Markierung der drei während Operation Tijuana durchsuchten Gemeinden
Die Operation umfasste Durchsuchungen in Las Palmas de Gran Canaria, Ingenio und San Bartolomé de Tirajana.

Die Festnahme des Polizeibeamten wirft eine gesonderte Frage der Verantwortlichkeit auf

Die Festnahme eines Beamten der örtlichen Polizei von Las Palmas de Gran Canaria verleiht dem Fall eine institutionelle Dimension, doch die verfügbare Darstellung enthält keine Angaben zur mutmaßlichen Rolle des Beamten. Es wäre unzutreffend, die Festnahme allein als Beleg für eine Beteiligung zu werten; der Bericht verkündet weder eine Verurteilung noch eine abschließende gerichtliche Feststellung.

Diese Unterscheidung ist in einem Fall, an dem ein amtierender Amtsträger beteiligt ist, besonders wichtig. Die Mitteilung der Polizei beschreibt Ermittlungen gegen eine mutmaßliche kriminelle Organisation und nennt sieben Festnahmen; sie führt die Beweise gegen die einzelnen Personen nicht gesondert auf. Der Rechtsstatus jedes Festgenommenen muss daher von der zuständigen Justizbehörde bestimmt werden.

Die in der Darstellung der Polizei beschriebene Verfahrenslage ist:

  1. Die Nationale Polizei schließt ihre Ermittlungsmaßnahmen hinsichtlich der Festnahmen und des beschlagnahmten Materials ab.
  2. Die sieben Festgenommenen werden der zuständigen Justizbehörde zugeführt.
  3. Ermittler analysieren die Beweismittel; weitere polizeiliche Maßnahmen sind bei neuen Entwicklungen nicht ausgeschlossen.

Die Festnahmen stellen keine Verbindung zu privaten Cannabis-Clubs her

Für Leser, die die Cannabis-Politik auf Gran Canaria verfolgen, sollte die Operation nicht mit der privaten Club-Struktur der Insel gleichgesetzt werden. Die Darstellung von Europa Press beschreibt eine mutmaßliche Organisation des Drogenhandels und sagt nicht, dass ein Cannabis-Club oder -Verein beteiligt war. Aus der Tatsache, dass sich Haschisch unter dem beschlagnahmten Material befand, sollte keine Verbindung abgeleitet werden.

Nach dem rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmen Spaniens sind Cannabis-Clubs private, ausschließlich Mitgliedern offenstehende, gemeinnützige Vereine. Sie sind keine Geschäfte, Abgabestellen oder der Öffentlichkeit zugänglichen Orte und stehen weder Touristen noch jedem Besucher Gran Canarias automatisch offen. Die Mitgliedschaft ist eine private rechtliche Angelegenheit, über die jeder Verein selbst entscheidet.

Diese Trennung ist für die lokale Berichterstattung wichtig. Eine strafrechtliche Ermittlung wegen mutmaßlichen Drogenhandels kann nicht zur Beschreibung des Status jedes Cannabis-bezogenen Vereins herangezogen werden, ebenso wenig wie das Bestehen privater Vereine die Vorwürfe in dieser Operation der Nationalen Polizei verändert.

Die Ermittlungen bleiben nach den Festnahmen offen

Die Nationale Polizei erklärte, die Ermittlungen blieben unter Leitung der zuständigen Justizbehörde offen. Die Beamten schließen weitere Maßnahmen aufgrund der Auswertung der bei den Durchsuchungen sichergestellten Beweismittel nicht aus.

Vorerst bestätigt sind die Festnahme von sieben Personen und die Beschlagnahme des im Operationsbericht aufgeführten Materials. Der nächste formale Schritt ist die Vorführung der Festgenommenen vor der Justizbehörde, sobald die polizeilichen Vorgänge abgeschlossen sind. Jede spätere Entscheidung über Anklage, Haft oder andere Maßnahmen müsste aus diesem Verfahren hervorgehen und nicht aus der Festnahmemitteilung selbst.

Operation Tijuana hat auf Gran Canaria zu einer umfangreichen Reihe von Festnahmen und Beschlagnahmungen geführt, doch die abschließende rechtliche Bewertung steht noch aus. Das mutmaßliche Netzwerk, die Rolle des festgenommenen Beamten der örtlichen Polizei und etwaige weitere Folgen werden im weiteren Verlauf der Ermittlungen und des spanischen Gerichtsverfahrens bestimmt.

Quellen

  1. Reducir daños del basuco exige enfrentar también la violencia (canamo.net)
  2. Irlanda busca destrabar el cáñamo industrial tras cultivar solo 11 hectáreas (canamo.net)
  3. El mercado del plátano en la Península, aún más hundido: los agricultores ya solo reciben 0,36 euros/kilo (eldiario.es)
  4. 'Canarias: 50 años tras la oscuridad': La Reparación (eldiario.es)
  5. Canarias registra un 30% de muertes por ahogamientos en 2026 (abc.es)
  6. La Universidad de La Laguna detecta acumulación de radón en varios de sus edificios (abc.es)
  7. Cae una red de narcotraficantes en Gran Canaria con siete detenidos, entre ellos un policía local (efe.com)
  8. Un inspector de la Policía Local de Las Palmas de Gran Canaria entre los detenidos de una red de narcotraficantes (cadenaser.com)
  9. Detenido un inspector de la Policía Local de Las Palmas de Gran Canaria por tráfico de drogas (canariasred.com)
  10. Police officer arrested over drug trafficking in Gran Canaria (canarianweekly.com)